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KHS Paris Blog





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Makroökonomische Beobachtungen

20/10/2009
 

Auf der Suche nach einer plausiblen Erklärung für die unterschiedlichen Entwicklungen gilt es, das makroökonmische Umfeld zu beleuchten. Hier einige Grunddaten, die von « Eurostat » stammen:

Das Pro- Kopf Bruttoinlandsprodukt

Die von Eurostat veröffentlichten Zahlen zeigen, dass das indizierte Pro- Kopf BIP in Deutschland zwischen 1997 und 2008 zwischen ca 115 und 124 Punkten variierte, wobei der Wert 100 den EU Durchschnitt darstellt. Der Wert für Frankreich schwankte im gleichen Zeitraum zwischen ca 107 und 115 und lag damit unter dem deutschen.


Bitte lesen Sie hier weiter:
Entwicklung Immobilienmärkte - Fortsetzung

 

Wirtschaftswachstum

19/10/2009
 

Laut Eurostat schwankte der Zuwachs des BIP in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2008 zwischen minus 0,2% und 3,2%, in Frankreich zwischen 0,4% und 3,9%. Von 1999 bis 2005 wuchs die französische Wirtschaft stärker als die deutsche, in den Jahren 2006 bis 2008 war es umgekehrt.

 

Die Inflationrate

18/10/2009
 

Die Inflationsrate schwankte in den Jahren zwischen 1997 und 2008 in Deutschland zwischen 0,6% und 2,8% und in Frankreich zwischen 0,6% und 3,2 %. Es ist auffällig, dass die stark gestiegenen Immobilienpreise in Paris/ Frankreich nicht sonderlich auf die Inflationsrate durchgeschlagen haben.  

 

Niedrige Verschuldungsquote der französischen Haushalte

17/10/2009
 

Der Pariser “FAZ”- Korrespondent Christian Schubert berichtete Ende September 2009 in einem Beitrag für seine Zeitung von der niedrigen Verschuldungsquote der französichen Haushalte. Dem Bericht zufolge lägen die Ersparnisse, inklusive Immobilienbesitz, der Franzosen Ende 2008 landesweit bei 10,5 Mrd €, was etwa dem 5,6 fachen des Bruttoinlandsprokukts entspräche.

Dem stünden Verbindlichkeiten von nur etwa 62% des BIP entgegen. Die Sparquote schwanke seit 2002 etwa zwischen 14,9% und 16,9% des verfügbaren Bruttoeinkommens.

Anders jedoch verhält es sich mit den französischen Staatskassen. “Le Figaro” schreibt in seiner Ausgabe vom 1.Oktober 2009, dass die Verschuldungsquote der öffentlichen Haushalte im Jahr 2009 ca 77,1% des BIP ausmache und dass dieser Wert aufgrund der Finanzkrise bis zum Jahr 2013 auf bis zu 91% ansteigen würde.

 

Schlussbemerkungen

16/10/2009
 

Ein Blick auf einige makroökonomischen Grunddaten ersetzt natürlich keine solide Wirtschaftsanalyse. Dennoch werden bei der Lektüre des Vorangegangenem einige grundsätzliche Züge deutlich:

Die makroökonomischen Daten erklären nicht den Aufschwung

Die hier aufgeführten makroökonomischen Grunddaten können nicht die starke Aufwärtsbewegung des vergangenen Jahrzehnts auf dem Pariser Wohnungsmarkt erklären. Wo immer sich auf Märkten Knappheiten bilden und eine starke Nachfrage auf ein spärliches Angebot trifft, steigen die Preise. Aber dass die Preise für ein fundamentales Gebrauchsgut wie Wohnraum, welches jeder Mensch für ein gediegenes Leben zwingend benötigt, sich in diesem Ausmass und innerhalb einer verhältnismässig so kurzen Zeitspanne erhöhen, ist ausserordentlich.

Der Standort Paris ist eine "Marke"

Bei der Analyse der Nachfrage nach Pariser Appartements gilt es, eine grundsätzliche Unterscheidung zu treffen. Einerseits gibt es die klassischen Nachfrager nach Wohnraum, andererseits aber ist Paris als Immobilienstandort eine “Marke” im engeren Sinne geworden und durchaus vergleichbar mit beispielsweise Auto- oder Modemarken oder Kunst. Wer ein Gemälde von Picasso kauft, erwirbt es nicht nur deshalb, weil er sich ein schönes Bild ins Wohnzimmer hängen will, sondern weil er mit dem Künstler “Picasso” Ideale und Werte verbindet, mit denen er sich identifizert. Ebenso assoziieren viele Käufer, - insbesondere von Zweitwohnungen- mit dem Erwerb eines Pariser Appartements Ideale, die sie mit der Stadt verbinden und denen sie nahe stehen. Aber können diese Motive den starken Preisanstieg alleine erklären? - Wohl nicht!

Niemand hat die beiden Entwicklungen so vorausgesagt

Besondere Beachtung bei der Beurteilung der divergierenden Marktentwicklungen in Deutschland und Frankreich sollten wir der Tatsache widmen, dass kein einziger Wirtschaftsfachmann sie korrekt vorhergesehen hat und wir sollten auch die unzähligen Prognosen nicht vergessen, die immer wieder in der Presse auftauchten und die sich hinterher als falsch erwiesen haben.

Volkswirtschaftliche Konsequenzen für gleichbleibende Immobilienpreise in Deutschland  

Natürlich freuen sich Mieter und Immobilienkäufer über niedrige Preise, aber es darf nicht die Bedeutung der Immobilien in ihrer Eigenschaft als Sicherheit bei der Kreditvergabe und bei der Altersversorgung aus dem Auge verloren werden. Wären die Immobilienpreise in Deutschland in ähnlichem Masse gestiegen wie in Frankreich, wäre das Kreditaufnahmepotential der Deutschen wesentlich höher und es hätte wesentlich mehr investiert werden können.

Warum sind die Preise in Paris gestiegen und in Deutschland nicht?

Das Geschehen auf Märkten wird von menschlichem Handeln bestimmt wird, welches in hohem Masse emotional, gelegentlich irrational und folglich nur begrenzt in Formeln darstellbar ist. Auf dem Pariser Immobilienmarkt hat sich aufgrund der Knappheit der “Ware Wohnung” und der Solidität der Nachfrage eine ausserordentliche Eigendynamik mit einer beeindruckenden Aufwärtsspirale entwickelt. Die von vielen Kaufinteressenten antizipierte Erhöhung der Preise hat sie zu Käufen angeregt, die ihrerseits zur Erhöhung der Preise und schlussendlich zur Erfüllung ihrer Erwartungen geführt haben. Der Immobilienmarkt hat sich in seinem Aufwärtstrend geradezu abgekoppelt von der übrigen Wirtschaft und ein erstaunliches “Eigenleben” entwickelt.

In Deutschland dagegen hat dieser Aufwärtsmechanismus nicht eingesetzt. Es waren zu wenige, die eine Aufwertung der Immobilien antizipierten, es folgte nicht die nötige Anzahl an Immobilienkäufen, die die Preise nach oben getrieben hätten und damit setzte die Aufwärtsspirale nicht ein.

Diese Überlegungen erscheinen banal und überzeugend zugleich. Es ist in der Tat erstaunlich, zu beobachten, wie die Immobilienmärkte in zwei Ländern mit so ähnlicher makroökonomischer Grundstruktur sich komplett unterschiedlich entwickeln können und das Beispiel zeigt uns, wie schwer Marktentwicklungen prognostizierbar sind.    

 

Büro oder Appartement an einer der feinsten Adressen der Hauptstadt

30/09/2009
 

Das Objekt, welches sowohl als Appartement als auch Büro genutzt warden kann, liegt an der eleganten « Avenue Victor Hugo », Paris 16ème, und nur einige wenige Schritte vom “Arc de Triomphe” entfernt.  

Gegenwärtig drei Zimmer,
ungefähr 124m²,
1.Stock mit Lift,  

Komplett zu renovieren!  

Blick direkt auf die Prachtstrasse “Avenue Victor Hugo” und eine attraktive Grünanlage,
sehr sonnig,
modernes und attraktives Wohngebäude,  

Preis: 1 180 000 € inclusive Courtage  

Exklusivmandat

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